Konsortium

Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF ist eine der weltweit wenigen Forschungseinrichtungen, die die gesamte Wertschöpfungskette auf dem Gebiet der III/V-Verbindungshalbleiter auf höchstem internationalen Niveau beherrschen. Hierzu gehört ein tiefes Verständnis der grundlegenden physikalischen Eigenschaften der Materialien, die Fähigkeit innovative Bauelemente und Schaltungen zu entwerfen, die daran anschließende Prozessierung, sowie der Aufbau von Modulen und Systemen und schließlich die komplette Messtechnik, um die Komponenten zu charakterisieren und zu optimieren bis zu Frequenzen von über 600 GHz. Mit den so entworfenen Modulen werden komplexe Systeme für Radaranwendungen und drahtlose Kommunikation realisiert, die weltweiten im Einsatz sind. Das Fraunhofer IAF wird im Rahmen dieses Projekts seine Kompetenz in der Millimeterwellen-Schaltungs- und Aufbautechnik, der metamorphen HEMT-Technologie und des Systementwurfs einbringen, die für die Fertigung der H-Band-Radar-Komponenten und der daraus realisierten Systeme benötigt werden.

COMPOSCAN GmbH

Kernkompetenz der Firma COMPOSCAN GmbH ist die berührungslose Inspektion der Rotorblätter von Windkraftanlagen durch optische und thermische Methoden. Die Prüfung der Windkraftanlage wird vorrangig aus Arbeitsplattformen am Rotorblatt oder auch aus einem Helikopter durchgeführt. Die Thermographie erlaubt eine quasi eindringende Prüfung. COMPOSCAN arbeitet mit Rotorblattherstellern, Service-Firmen, Versicherer und insbesondere mit Windparkbetreibern zusammen. Die Windparkbetreiber haben das größte Interesse an einer reibungslosen Funktion der Windkraftanlagen sowie an einer langen Lebensdauer der Rotorblätter.

Composite Material Supply GmbH

Die Firma Composite Material Supply GmbH ist der ENERCON GmbH angeschlossen. ENERCON wurde 1984 durch Aloys Wobben gegründet und gehört heute zu den weltweit führenden Windenergieherstellern. Für das Jahr 2016 ist CMS für die Produktion der Rotorblatttypen E82-2Wk1a, E101-2 sowie E115-1 zuständig. CMS weist in der Qualitätssicherung prüftechnisch bisher einen sehr guten Erfahrungsstand auf. Prüftechniken, wie z. B. Flanschebenheitsmessungen, Ultraschallprüfungen, Eigenfrequenzmessungen, die Auswertung von Glasübergangstemperaturen bei Harzsystemen, Flächengewichts- und Fasergehaltsbestimmungen u. v. m. gehören seit vielen Jahren zum Standardprogramm. Auch die Arbeitsvorbereitung und ein eigenes Labor ist der CMS unter Anderem angegliedert. Die Arbeitsvorbereitung ist vorwiegend für die Materialqualifikation, Betriebsmittelkonstruktion und Anlagentechnik zuständig. Im CMS-eigenen Labor werden beispielsweise eigene Harzsysteme für die Komponentenverklebungen hergestellt. Dieses Know-how wird CMS mit in dieses Forschungsprogramm hineinbringen.

Universität Stuttgart, Institut für Robuste Leistungshalbleitersysteme

Neben der Thematik der Leistungshalbleitersysteme hat das Institut für Robuste Leistungshalbleitersysteme der Universität Stuttgart seinen Forschungsschwerpunkt auf dem Entwurf monolithisch integrierter Schaltungen im hohen Millimeter- und Submillimeterwellenbereich. Zum einem liegt der Fokus auf der Implementierung von Sendern und Empfängern für die Funkkommunikation, wo die Gruppe jüngst den weltweit ersten Chipsatz für ein voll MMIC-basierendes analoges Sende-/Empfangsfrontend bei 300 GHz zusammen mit dem Fraunhofer IAF zeigte, zum anderen werden bspw. im Projekt MilliScan auch hoch-auflösende Radare entwickelt. Hierbei werden neuartige frequenzagile Antennenarrays und Transceiver-Architekturen als Teile eines hoch-auflösenden 3D-Radar mit elektronischer Strahlschwenkung für Tracking oder Kollisionsschutz in autonomen Fahrzeugen untersucht. Durch die Durchführung dieser und einer Vielzahl an weiteren Projekten erwarb das ILH einen hohen Grad an Kompetenz im Bereich des Entwurfs von Verstärken, Frequenzvervielfachern und –teilern sowie Mischern im Millimeter- und Submillimeterwellen, welcher in das Projekt InFaRo eingebracht werden wird.

Gesellschaft zur Förderung der angewandten Informatik e.V.

Die auf Forschung und Entwicklung spezialisierte Gesellschaft zur Förderung der angewandten Informatik aus Berlin hat durch eine Reihe von industriell eingesetzten Lösungen gezeigt, dass sie in der Lage ist, aus Forschungsvorhaben abgeleitete Aufgabenstellungen bis zur Anwendungsreife zu bringen. So befinden sich gegenwärtig diverse optische Inspektionsanlagen zur Automatisierung und Qualitätssicherung im industriellen Einsatz. Ein Großteil dieser Lösungen entstanden auf Basis von entwickelten Algorithmen und Innovationen, die innerhalb diverser Forschungsprojekte erarbeitet wurden. Thematische Schwerpunkte liegen in der Vermessung und Bewertungen von Oberflächen, auch unter Einbeziehung von 3D-Objektmodellen, der Mustererkennung, -analyse und -bewertung, der Konzeption und Umsetzung komplexer industrieller Bildverarbeitungslösungen sowie in der Entwicklung intelligenter Kameras und Sensoren.